Case Study · Bäcker Wiese
Vom Bauchgefühl zur Klarheit.

Björn Wiese
Geschäftsführer Bäcker Wiese
„35 Stunden pro Woche – das war der Moment, wo es klick gemacht hat. Das ist fast eine volle Stelle, die wir mit Zettelwirtschaft verbrennen."
Ausgangslage
Bei Bäcker Wiese in Eberswalde läuft vieles anders. Der Sauerteig reift 24 Stunden, ganz ohne Hefe. Das Roggenmehl kommt aus der Region. In der gläsernen Backwerkstatt können Kund:innen den Bäcker:innen direkt über die Schulter schauen. Die Stammkunden stehen schon mal bis auf die Straße Schlange. Das Handwerk stimmt. Aber im Hintergrund zwickt es.
Mit dem Erfolg der Bäckerei ist auch die IT-Landschaft Stück für Stück mitgewachsen. Organisch, pragmatisch und lösungsorientiert. In Summe war ein Flickenteppich aus über 20 Systemen entstanden – analog und digital –, die nur durch beeindruckende Routinen des Teams zusammengehalten wurden.
Lösung
Strukturierte Fragebögen, zwei intensive Workshop-Tage, eine vollständige Prozesslandkarte: Jeder Arbeitsschritt dokumentiert, jeder Medienbruch sichtbar, jeder Zeitfresser quantifiziert – inklusive Priorisierung der Maßnahmen mit dem größten Effekt.
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hallo@amadeni.aiIT-Bestandsaufnahme in Zahlen
20+
Systeme inventarisiert und bewertet
40+
Medienbrüche dokumentiert und priorisiert
~35 Std.
pro Woche vermeidbare Doppelarbeit identifiziert
10
Kernprozesse vollständig kartiert
Die ganze Geschichte
Ein starkes Unternehmen mit schwächelnder IT
Mit dem Erfolg der Bäckerei ist auch die IT-Landschaft Stück für Stück mitgewachsen. Organisch, pragmatisch und lösungsorientiert. Für jedes neue Problem gab es eine nachvollziehbare Lösung: ein weiteres Programm, eine Tabelle, eine App.
In Summe war ein Flickenteppich aus über 20 Systemen entstanden – analog und digital –, die nur durch beeindruckende Routinen des Teams zusammengehalten wurden. Doch diese Routinen kosteten Zeit, die an anderer Stelle fehlte. Und nicht nur einmal gingen Informationen auf dem Weg durchs Flickendickicht verloren.
Die Geschäftsführung war sich über diese Probleme bewusst. Aber ihr fehlte ein klares Bild: Wo genau sind die größten Brüche? Wie viel Umsatz geht dadurch verloren? Und wo lohnt es sich, als Erstes anzusetzen?
Die Branchensoftware macht ihren Job nicht richtig
Das zentrale Muster zog sich durch alle Bereiche – von der Backstube über den Verkauf bis ins Büro: Jedes einzelne System tat, wofür es gedacht war. Aber zwischen den Systemen klafften Lücken, die das Team täglich mit Handarbeit füllen musste.
Es wurde schnell klar: Die führende Branchensoftware hatte ihre zentrale Rolle nie wirklich eingenommen. Statt als Rückgrat zu dienen, an das sich alle anderen Prozesse andocken, blieb sie eines von vielen Werkzeugen. Die Folgen waren weitreichend: Manueller Datenaustausch an Stellen, an denen Automatisierung möglich gewesen wäre. Vorhandene Schnittstellen blieben ungenutzt.
Und überall dort, wo das Kernsystem keine Antwort bot, entstanden Workarounds – Excel-Tabellen, Apps, Zettel –, die mit der Zeit selbst zu tragenden Säulen wurden. Fragile Säulen, an denen teilweise geschäftskritisches Wissen an einzelnen Personen hing.
Prozess & Ergebnis
Vor dem Workshop schickte Amadeni AI Fragebögen an die Geschäftsführung und an das Büro. Strukturiert nach Prozessbereichen und so detailliert, dass Schwachstellen schnell sichtbar wurden. Die Antworten bildeten das Fundament für zwei intensive Workshop-Tage, in denen jeder Prozess gemeinsam durchleuchtet wurde: Wer macht was, mit welchem System, und wo geht auf dem Weg Information verloren?
Das Ergebnis war eine vollständige Prozesslandkarte: Jeder Arbeitsschritt dokumentiert, jeder Medienbruch sichtbar, jeder Zeitfresser quantifiziert. Rund 35 Stunden pro Woche vermeidbare Doppelarbeit, verteilt über alle Abteilungen. Über 40 Medienbrüche, dokumentiert und priorisiert. Über 20 Systeme, inventarisiert und bewertet. Zehn Kernprozesse, vollständig kartiert.
Der Blick nach vorn
Entscheidend war die Priorisierung. Nicht alles muss sofort gelöst werden. Aber das Team weiß jetzt, welche Maßnahmen den größten Effekt haben. Und welche sich mit geringstem Aufwand umsetzen lassen. Manche Quick Wins, wie das Aktivieren vorhandener Schnittstellen, sind eine Sache von Tagen. Andere brauchen mehr Zeit.
Aber zum ersten Mal gibt es eine fundierte Entscheidungsgrundlage anstatt eines vagen Bauchgefühls.
Früher haben wir an Symptomen herumgedoktert. Jetzt wissen wir, wo die Ursachen liegen und können gezielt mit einer ganzheitlichen Strategie ansetzen.
Björn Wiese
Geschäftsführer Bäcker Wiese
Auch das Gefühl, dass eure IT-Systeme mehr beschäftigen als helfen?
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